08.10.2019 - Dachau

Landkreis Dachau erhält Spitzennote 1,9 als Wirtschaftsstandort ‎

Die Betriebe im Landkreis Dachau sind mit ihrem Standort erneut sehr zufrieden. In einer Umfrage der IHK für München und Oberbayern erzielte der Wirtschaftsraum die Gesamtnote 1,9 und konnte sich damit das zweite Mal in Folge verbessern.

‎IHK-Standortumfrage: Landkreis unter den Top 3-Wirtschaftsstandorten in Oberbayern

Oberbayernweit belegt der Landkreis mit diesem Ergebnis den dritten Platz. 87 Prozent der Unternehmen bewerten ihren Standort mit „sehr gut“ oder „gut“. Die Anzahl der Betriebe, die sich nochmals für den Landkreis entscheiden würden, liegt bei 83 Prozent. Fast ein Drittel der Unternehmen (31 Prozent) sagt aber auch, dass Standortmängel ihr Wachstum bremsen, eine Zunahme um 12 Prozent gegenüber 2017.

„Ganz oben auf der Wunschliste unserer Betriebe stehen nach wie vor mehr Fachkräfte, eine unternehmerfreundlichere Verwaltung mit weniger Bürokratie und eine Reduktion der Personalkosten“, sagt Peter Fink, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Dachau. Als Stärken nennt die Wirtschaft die Anbindung an das Fernstraßennetz, die stabile Energieversorgung und das regionale Straßennetz. Überdurchschnittlich gut bewerteten die Betriebe im oberbayerischen Vergleich die Breitbandversorgung im Landkreis. Unzufrieden sind die Unternehmen mit der Anbindung an den Schienengüterverkehr sowie den Angeboten von Wohnraum und den Gewerbeflächengrundstückspreisen.

„Unser Landkreis gehört definitiv zu Oberbayerns Top-Standorten und bietet der Wirtschaft größtenteils sehr gute Bedingungen“, kommentiert Fink. „Nichtsdestotrotz plant gerade mal jedes fünfte Unternehmen in den nächsten drei Jahren Betriebserweiterungen oder umfangreiche Investitionen. Das gibt uns zu denken und zeigt, dass Handlungsbedarf besteht“, so der IHK-Vorsitzende. „Hinzu kommt, dass der Wettbewerb um knappe Ressourcen wie Fachkräfte und Gewerbeflächen weiter anziehen wird – der Wachstumsdruck nimmt dadurch zu.“

An der IHK-Standortumfrage 2019 zu insgesamt 44 Standortfaktoren von Straßeninfrastruktur bis Freizeitangebot nahmen über 110 Unternehmen aus dem Landkreis, in ganz Oberbayern knapp 3.000 Betriebe teil.