08.10.2018 - Ebersberg

Fast 66 Millionen Euro Gewerbesteuer sprudelten 2017 im Landkreis

65,9 Millionen Euro an Brutto-Gewerbesteuereinnahmen konnten die Städte, Märkte und Gemeinde im Landkreis Ebersberg laut den Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik 2017 verbuchen. Wie die Auswertung der IHK für München und Oberbayern ergibt, stand die Gewerbesteuer damit für 28,1 Prozent der kommunalen Steuereinnahmen. Im vergangenen Jahr hat nur eine Kommune den Hebesatz erhöht. Oberbayernweit war das hingegen in 29 Städten und Gemeinden der Fall, in vier Kommunen wurde eine Reduzierung vorgenommen.

Durchschnittlicher Hebesatz im Landkreis bei 327 Prozent

Sonja Ziegltrum-Teubner, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Ebersberg, appelliert an die Kommunen: „Die Steuer- und Abgabenlast ist für die Betriebe bereits sehr hoch. Hinzu kommt eine chronisch wachsende Bürokratie. Der sorgsame Umgang mit der Gewerbesteuer im Landkreis ist deshalb sehr begrüßenswert“. Mit 327 Prozent liegt der durchschnittlich Hebesatz im Landkreis unter dem Durchschnitt in Bayern (339 Prozent) oder im Bund (364 Prozent). Das gilt auch im Vergleich zu Oberbayern (334 Prozent).

Ziegltrum-Teubner fordert, dass die Hebesätze auch in Zukunft nicht zum Spielball kommunaler Eigeninteressen werden. „Je enger das finanzielle Korsett für die Unternehmen geschnürt ist, desto weniger investieren die Betriebe. Darunter leidet auch die Innovationstätigkeit, was letztendlich zu Lasten des Standorts insgesamt geht.“

Spitzenreiter beim Gewerbesteuerhebesatz war 2017 die Gemeinde Pliening mit 380 Prozent. Am niedrigsten war der Hebesatz mit 300 Prozent in Glonn, Moosach und Emmering. Die IHK-Broschüre „Gewerbesteuer in Oberbayern“ mit rechtlichen Grundlagen und allen oberbayerischen Hebesätzen ist unter www.ihk-muenchen.de/gewerbesteuer verfügbar.