23.10.2017 - Dachau

Fink: „Kommunen dürfen Breitband-Förderungen nicht verschlafen“

Der Ausbau des schnellen Internets im Landkreis kommt voran – es gibt aber weiterhin noch weiße Flecken. Zu diesem Schluss kam der IHK-Regional-ausschuss Dachau in seiner jüngsten Sitzung im neu eröffneten Hotel Modi. Wie Rupert Holzfurtner vom Amt für Vermessung und Digitalisierung erklärte, haben die Kommunen im Landkreis erst vier von zwölf Millionen Euro der verfügbaren Fördermittel des Freistaates genutzt. „Hinzu kommen weitere Gelder durch das Höfeprogramm“, so der Experte. „Diese Chance darf nicht verschlafen werden“, ist Peter Fink, Vorsitzender des Ausschusses, überzeugt.

Mehrere Millionen Euro Fördermittel stehen für den Landkreis noch bereit

Bis auf die Stadt Dachau und Markt Indersdorf beteiligen sich alle Gemeinden im Landkreis am bayerischen Förderprogramm. Allerdings: Gebiete mit einem bestehenden Anschluss von 30 Mbit/s gelten bereits als versorgt – und sind von der Unterstützung ausgeschlossen. „Für die Unternehmen ist diese Regelung unverständlich. Schließlich liegt der Breitband-Standard längst bei 50 Mbit/s und darüber. Zudem fehlt ein Vorrang für Gewerbegebiete“, erklärt Fink. Diese Meinung teilt auch Alexander Erb, der aus Markt Indersdorf einen Onlinehandel betreibt: „Als Betrieb sind wir insbesondere auf eine hohe Upload-Geschwindigkeit angewiesen. Hier unterscheiden sich die Prioritäten zwischen Wirtschaft und Privatkunden deutlich“.

Abschließend stellte Außenwirtschaftsexperte Philipp Axamit noch das neue IHK-Portal „.dienstleistungskompass.eu“ vor. Die Seite richtet sich an Betriebe, die grenzüberschreitende Dienstleistungen anbieten und beinhaltet die Vorschriften der 15 wichtigsten europäischen Handelspartner. „Umständliche Anmeldeprozesse für entsandte Mitarbeiter, unterschiedliche Arbeits- und Sozialstandards sowie unklare Steuerregelungen erschweren besonders kleinen und mittleren Unternehmen das Leben. Das neue Angebot der IHK ist deshalb eine echte Hilfe “, erklärt Fink.