11.11.2019 - Altötting-Mühldorf

Mit dem IHK-Bildungsexpress ab in Richtung Zukunft ‎

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Auch heuer startete am Samstag, dem 9. November, ein voll besetzter IHK-Bildungsexpress vom Bahnhof Mühldorf aus in Richtung Berufs­ausbildung. Über 220 Jugendliche begleitet jeweils durch ein Elternteil infor­mierten sich während der Sonderfahrt nach Salzburg bei den 34 teilnehmen­den Unternehmen über Praktikums- und Ausbildungsplätze in der Region.

„Unser Bildungsexpress hat sich zu einer echten Institution entwickelt. Das Interesse sowohl der Betriebe, sich einem jungen Publikum als potenzieller Arbeitgeber vorzustellen, als auch der Jugendlichen, sich über berufliche Pers­pektiven in der Region zu informieren, ist ungebrochen. Das Konzept einer Ausbildungsmesse auf Schienen überzeugt beide Seiten“, erklärt Ingrid Ober­meier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf. Mit 34 Unternehmen und Institutionen war der Zug in diesem Jahr erneut ausgebucht. Gemeinsam präsentierten die Betriebe über 90 unterschiedliche Ausbildungsberufe von A wie Automobilkauffrau bis Z wie Zerspanungsmechaniker.

Der Aufklärungsbeitrag, den der Express in Sachen duale Berufsausbildung leistet, könne nicht hoch genug geschätzt werden, ist die IHK-Vizepräsidentin überzeugt. Nach wie vor seien vielen Schülern die ausgezeichneten Ausbil­dungsmöglichkeiten, Weiterbildungschancen und Zukunftsperspektiven in der regionalen Wirtschaft zu wenig bekannt. Die Gespräche, die die jungen Men­schen im Zug mit Ausbildern, Azubis und Personalverantwortlichen aus den Unternehmen führen können, seien für sie wichtige Entscheidungshilfen bei der künftigen Berufswahl, so die Schwindegger Unternehmerin. Als wichtigen Grund für den Erfolg des Expresses erklärt sie: „Im Gegensatz zu anderen Formaten wie beispielsweise Berufsmessen ist der Bildungsexpress keine schulische Pflichtveranstaltung. Unsere Teilnehmer sind Jugendliche, die sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken machen und wirkliches Interesse am Gespräch mit den Betrieben haben.“

Besonders freute es Obermeier-Osl, als Fahrgast in diesem Jahr auch Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern, an Bord zu begrüßen. Das unterstreiche den hohen Stellenwert, den die IHK der dualen Berufsausbildung beimesse, so die Vizepräsidentin.

Ebenfalls dabei war auch Altöttings stellvertretender Landrat Konrad Heuwieser. „Innovative Formate wie der Bildungsexpress sind der richtige Weg, um Schülerinnen und Schüler für die duale Berufsausbildung zu begeistern. Ich finde das große Engagement der vielen teilnehmenden Betriebe vorbildlich. Nur so lässt sich dem Fachkräftemangel in unserer Region erfolgreich begegnen.“

Christoph Kraller, Leiter der Südostbayernbahn, die den Sonderzug alljährlich bereitstellt, betonte, wie wichtig Azubis für sein Unternehmen sind. „Auch wir bei der Südostbayernbahn sind mit dem Fachkräftemangel konfrontiert. Motivierte Auszubildende zu finden, ist daher für uns das beste Instrument, um Nachwuchs an qualifizierten Mitarbeitern zu sichern. Aus diesem Grund sind wir vom IHK-Bildungsexpress überzeugt und mit großer Leidenschaft in doppelter Funktion dabei“.

Für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist der Bildungsexpress übrigens noch nicht ganz vorbei. Wer mindestens sieben Gespräche mit Unternehmen geführt hat, konnte bei einem Gewinnspiel mitmachen. Die Sieger werden demnächst ausgelost. Als Preise winken unter anderem ein iPad, ein Erlebnisgutschein für die Jochen Schweizer Arena in Taufkirchen, Tickets für den FC Bayern München sowie Gutscheine der Deutschen Bahn.

Der Bildungsexpress ist 2012 auf Initiative des Arbeitskreises „Fachkräfte“ im IHK-Regionalausschuss Altötting-Mühldorf entstanden und wurde gemeinsam mit der Südostbayernbahn und der Bildungsinitiative „Lernen vor Ort“ im Landkreis Mühldorf am Inn entwickelt.

Bildunterschrift: © IHK

Gruppenbild: IHK-Präsident Eberhard Sasse, IHK-Vizepräsidentin Ingrid Obermeier-Osl und Christoph Kraller von der Südostbayernbahn vor dem abfahrbereiten IHK-Bildungsexpress