Anerkennungsfeier 2019

Feierliche Übergabe der Urkunden am 3. Mai 2019

Jährlich rund 200 erfolgreiche Anträge in Oberbayern / Feierliche Übergabe von IHK-Urkunden ‎

Seit dem 1. April 2012 können im Ausland erworbene Qualifikationen nach einer Überprüfung mit einer deutschen Berufsausbildung gleichgestellt werden. So können die Antragsteller ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessern. In Oberbayern haben seither insgesamt über 1.200 Fachkräfte mit ausländischen Wurzeln die Regelung genutzt.
In den vergangenen zwölf Monaten wurden in Oberbayern Berufsausbildungen aus 44 Ländern anerkannt. Bei den Fallzahlen führt Bosnien und Herzegowina (40 Vollanerken­nungen) vor Kroatien (20), Polen (16), Rumänien (15) und Ungarn (12). Insgesamt wurden Ausbildungsabschlüsse aus Ländern in allen fünf Erdteilen akzeptiert, darunter auch Ägypten, Sierra Leone und Vietnam. Nach den Berufen liegen die Elektroanlagen­monteure mit 35 Fällen an der Spitze, gefolgt von Kaufleuten für Büromanagement (27) und Elektronikern für Betriebstechnik, Industriemechanikern und Fachkräften für Metall­technik (jeweils 11). Insgesamt wurden Ausbildungen in 44 verschiedenen Berufen als gleichwertig anerkannt, darunter auch Bauzeichner und Restaurantfachleute.
Mit der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse leistet die IHK einen Beitrag für erfolgreiche Integration. „Die Anerkennung Ihres Berufsabschlusses ist ein Meilenstein, auch für Ihre weitere Qualifizierung“, sagte Thomas Kürn, Bereichsleiter Berufliche Bildung bei der IHK für München und Oberbayern, bei der feierlichen Verleihung der Anerkennungsurkunden. Kürn dankte den ausländischen Fachkräften: „Sie leisten mit Ihren Fachkenntnissen und Ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag zum Erfolg unserer Wirtschaft und zum Wohlergehen unserer Region.“ Seit 2012 hat die IHK München mehr als 3.600 Beratungen zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen durchgeführt. Die besten Wünsche der Bayerischen Staatsregierung überbrachte die Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer (CSU).