Highlights 2019: Energie, Umwelt und Innovation

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Im Themenfeld Energie, Umwelt und Innovation stand 2019 nicht nur die Industriepolitik im Fokus, sondern auch Energiepolitik: Strompreise und Klimaschutz. Schwerpunkte der Beratung waren Medizinprodukte und der DigitalBonus.

Beratungsmarathon erfolgreich absolviert

IHK-Spezialisten im Bereich Energie, Umwelt, Innovation haben rund 2.000 Anfragen bearbeitet: Es gab an die 1.000 Beratungsgespräche zu Fördermitteln, 500 zu Lebensmittelsicherheit und 450 zu Produktsicherheit. Viele Anfragen gab es auch zum Förderprogramm „Digitalbonus Bayern“, das seit seinem Start im Jahr 2016 bei KMUs sehr geschätzt wird. Weiteres wichtiges Thema der Beratung: Der neue Rechtsrahmen für Medizinprodukte, der eigentlich ab 26. Mai 2020 an in Kraft treten sollte. Hierzu gab es im zweiten Halbjahr viele Anfragen. Die IHK hat darauf reagiert und u.a. wöchentliche Sprechzeiten für Produkt- und Lebensmittelsicherheit angeboten. Die Fördersprechstunden fanden alle 14 Tage statt. Die IHK nutzte diese Gespräche auch als Basis für die Handlungsempfehlungen, die die IHK für die Politik formuliert hat. Die IHK nahm erfolgreich Einfluss auf das Förderprogramme „Digitalbonus Bayern“ und setzte sich auch auf EU-Ebene für die Belange der Medizinproduktehersteller ein.

Bayerische IHKs: Wichtige Stimme beim Energiegipfel Bayern

Die Abschlussveranstaltung des Energiegipfels Bayerns fand am 30. September 2019 statt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (beide Freie Wähler) stellten die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen vor. Die bayerischen IHKs waren an allen Themen und Workshops beteiligt. Als Vorbereitung hatten die IHKs eigens beim ifo-Institut das Kurzgutachten „Dezentrale Energieversorgung versus Netzausbau“ in Auftrag gegeben. Hintergrund: Wirtschaftsminister Aiwanger setzt stark auf regionale Konzepte der Energieversorgung. Er glaubt, auf die umstrittenen neuen Stromtrassen verzichten zu können. Die ifo-Forscher stützten dagegen die IHK-Position. Demnach braucht Bayern beides. Regionale Versorgungsnetze und die Stromtrassen.

Energiewendebarometer: Bayerische Unternehmen für Klimaschutz

Die IHK-Organisation hat zum achten Mal in Folge die deutschen Unternehmen zum Stand der Energiewende befragt. Klares Ergebnis der bayerischen Auswertung des Energiewendebarometers: Die Firmen im Freistaat wollen Klimaschutz. Sie setzen vor allem auf die Instrumente Energieeffizienz, alternative Energien und Treibstoffe. Als Risiken wurden Versorgungssicherheit und Energiepreise gesehen. Auf der Wunschliste der Firmen standen schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, Senkung der Stromkosten und mehr Tempo beim Netzausbau.

Projekt Azubis zu Energie-Scouts

Die bayerischen IHKs haben sich beim DIHK-Projekt „Azubis zu Energiescouts“ beteiligt. Die Idee ist simpel, aber effektiv: Azubis werden in Sachen Energieeffizienz geschult, um in ihrem Ausbildungsbetrieb Schwachpunkte aufzuspüren, bei denen zu viel Energie vergeudet wird. Vorteil für die Betriebe: Sie müssen nicht gleich einen externen Energieberater engagieren. Die IHKs haben bayernweit 188 Azubis geschult.

IHK-Arbeit in der Energiepolitik: Strompreis und Klimaschutz im Brennpunkt

Versorgungssicherheit, bezahlbare Strompreise, sinnvoller Klimaschutz – diese Ziele verfolgte die IHK in der Energiepolitik. Konkret setzte sie das in folgende Forderungen um:

  • Zügiger Ausbau des Stromnetzes mit dem Süd- und SuedOstLink
  • Streichen der EEG-Umlage für den Eigenstromverbrauch
  • Günstigere Strompreise durch Senken der EEG-Umlage sowie der Stromsteuer von aktuell 2 Cent pro KWh auf den EU-Mindestsatz von 0,05 Cent pro kWh.

Die IHK erarbeitete zudem die Position „Klimaschutz mit der Wirtschaft“ auf Basis eines breiten partizipativen Prozess. Die IHK hat ihre Forderungen und Positionen direkt in ihre politische Arbeit übertragen: als Teilnehmer des Energiegipfels Bayern und als Mitveranstalter des Forums zur Europawahl in Brüssel.

Netzwerkarbeit für Energieeffizienz und Klimaschutz

Die bayerischen IHKs (BIHK) gehören zu den Mitgründern der Bayerischen EnergieEffizienz-Netzwerk-Initiative (BEEN-i-Initiative). Die Initiative hat mitgeholfen, Bayern auf nachhaltigen Kurs zu bringen. Über 250 Unternehmen in 40 Netzwerken arbeiteten im Rahmen an der Senkung ihrer Emissionen und des Energieverbrauchs. Der von der IHK begleitete „Klimapakt Münchener Wirtschaft“ erreichte 48.831 Tonnen CO2-Einsparung und wurde 2019 als Deutschlands innovativstes Energieeffizienznetzwerk ausgezeichnet.

Entscheidung für Fortsetzung des Umweltpakts Bayern ‎

Der Umweltpakt Bayern hat für die IHK eine besondere Bedeutung. Die IHK gehörte 1995 zu den Gründungsmitgliedern des Pakts. Die Idee des Bündnisses zwischen Bayerns Wirtschaft und Staatsregierung war so erfolgreich, dass andere Bundesländer sie kopiert haben: Die Prinzipien Freiwilligkeit und Zusammenarbeit bringen der Umwelt mehr als gesetzlicher Zwang. Die fünfte Auflage des Umweltpakts läuft im Oktober 2020 aus. 2019 wurden die ersten Verhandlungen über eine Verlängerung des Bündnisses erfolgreich geführt.

Kooperation mit Umweltcluster Bayern verlängert

BIHK-Präsident Eberhard Sasse und Prof. Reinhard Büchl, Sprecher des Umweltclusters Bayern, haben die Fortsetzung der bestehenden Kooperation um vier weitere Jahre vereinbart. Hintergrund: Die bayerischen IHKs sind seit der Clustergründung im Jahr 2006, gemeinsam mit dem bayerischen Wirtschaftsministerium Träger dieses Projekts. Ziel des Clusters ist, kleine und mittelständische Umweltfirmen sowie den Export bayerischer Umwelttechnologie zu fördern. Der Cluster bietet hierzu Veranstaltungen, Arbeitskreise und Projekte an. Mehr als 200 bayerische Unternehmen sind Mitglied dieses Netzwerks.

BIHK-Leitfaden Nachhaltige Verpackungen und Reach-Erklärfilm

Das Ziel ist klar: weniger Müll, weniger Energie und Rohstoffe vergeuden. Verpackungen wiederverwertbar zu machen oder gar geschlossene Stoffkreisläufe zu erreichen, das ist in der Praxis ziemlich aufwändig und kompliziert. Die bayerischen IHKs und das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) haben daher gemeinsam einen Leitfaden mit Best-Practice-Beispielen herausgegeben. Zudem wurde für den leichteren Umgang mit dem Chemikalienrecht ein Erklärfilm erstellt. Im Mittelpunkt steht die EU Reach-Verordnung. Adressaten sind Importeure, Händler und Produzenten.

Rohstoffreport Bayern 2019‎

Für den Rohstoffreport Bayern 2019 haben die bayerischen IHKs rund 5.000 Unternehmen befragt. Die Unternehmen klagten über steigende Preise und drohende Engpässe etwa bei der Versorgung mit Basismetallen. Überraschendes Ergebnis: Nicht nur Seltene Erden für Hightech-Produkte werden knapp und teuer. Fast jedes dritte Unternehmen meldete Probleme mit der Versorgung heimischer Rohstoffe wie Kies, Ton und Sand.

Vorstellung des aktuellen EFI-Gutachtens

Die Vorstellung des aktuellen EFI-Gutachtens in der IHK hat Tradition – und die IHK nutzt die Erkenntnisse der Innovationsforscher für das Beziehen eigener wirtschaftspolitischer Forderungen. Für gewöhnlich kommt der Vorsitzende der EFI-Kommission persönlich in die IHK. Prof. Dietmar Harhoff war dieses Mal verhindert. Sein Geschäftsstellenleiter Helge Dauchert stellte am 13. März das Gutachten in der IHK vor rund 80 Teilnehmern vor. Ein Befund der Vorjahre hat sich bestätigt: Der Mittelstand muss mehr tun in Sachen Innovation. Schwerpunkte des Gutachtens waren die Rolle von Startups im Innovationssystem, Innovationen für die Energiewende, Blockchain und die Digitalisierung der Hochschulen.

Industrie 4.0: Veranstaltung zum Thema „Digitalen Zwilling“‎

Die IHK hat die Veranstaltungsreihe „Industrie 4.0 vor Ort“ am 23. Oktober im „Cowork“ der Siemens AG in München-Neuperlach fortgesetzt. Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf dem Thema „Digitaler Zwilling“. Der Begriff steht für die digitale Repräsentanz eines materiellen oder immateriellen Objekts oder Prozesses. Spannend ist es das für die Industrie deshalb, weil Daten zu Bauteilen, Simulationen vor der Produktion oder die CAD-Darstellung der Maschinen (Internet of Things) ein Unternehmen und seine Prozesse in Echtzeit virtuell abbilden kann und das Management so den Überblick über das Unternehmen hält. 50 Teilnehmer informierten sich über die Möglichkeiten, die das für Industriebetriebe schafft. Vorträge von Vertretern der Siemens AG, der ExOne GmbH und der HEITEC AG machten anschaulich, was in der Praxis schon möglich ist. Zudem stellte die Siemens AG den „Cowork“ vor. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten, in denen Siemens-Angestellte in einer inspirierenden Arbeitsumgebung innovative Ideen entwickeln sollen.

Sitzungen des Industrie- und Innovationsausschusses

Der Industrie- und Innovationsausschusses der IHK hat sich zu seiner ersten Sitzung am 5. Februar im Münchener Entwicklungszentrum der Wacker Chemie AG getroffen. Stephan Niedermeier, Geschäftsführer der Logabit GmbH, referierte über Blockchaintechnologie und mögliche Anwendungsfelder. Gertrud Oswald, Abteilungsleiterin „Leitungsstab, BIHK, CSR“, stellte den neuen IHK-Markenkern vor. In einem Diskussionsworkshop an Thementischen wurde die Position für eine zukunftsfähige Industriepolitik konkretisiert. Die Vorschläge und Forderungen wurden in sieben Kapitel gegliedert: Wirtschaft international, Rahmenbedingungen am Standort, Bürokratie und öffentliche Verwaltung, Innovation und Investition, Bildung, Fachkräfte und Arbeit sowie Industrieakzeptanz. Die Ergebnisse wurden auch als Antwort auf die Industriestrategie 2030 von Bundesminister Peter Altmaier formuliert.

Die zweite Sitzung fand am 6. Juni bei der Infineon Technologies AG in Neubiberg statt. Auf der Agenda stand das Thema E-Mobilität. Alexandra Volkwein, Programmleiterin Elektromobilität SWM/MVG der Stadtwerke München GmbH, berichtete über die Pläne zur Erweiterung der Ladeinfrastruktur. Otto Loserth, Geschäftsführer der E-Wald GmbH, stellte ein Förderprojekt zur E-Mobilität im ländlichen Raum vor, bei dem „intelligente“ Ladestationen getestet werden: Über eine App und das Internet signalisieren sie, ob sie gerade frei sind, welche Stecker sie nutzen und welche Ladekarten akzeptiert werden. Der Ausschuss diskutierte ferner über die Frage „brauchen wir europäische Großkonzerne?“, ein Thema, das Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin angestoßen hatte. Die Debatte ergab kein klares Meinungsbild: Befürworter und Gegner trugen gewichtige Argumente vor. Der Ausschuss beschloss zudem, die Position zur zukunftsfähigen Industriepolitik der Vollversammlung am 24. Juli zur Abstimmung vorzulegen.

Am 22. Oktober trafen sich die Ausschüsse Industrie und Innovation sowie Außenwirtschaft zu einer gemeinsamen Sitzung am Flughafen München. Schwerpunktthema der Sitzung war China. Dr. Ralf Hasler, Geschäftsführer LACON Electronic GmbH, sagte, es sei für einen Europäer fast unvorstellbar, in welchem Tempo in Shenzhen Dinge umgesetzt würden. Thomas Dittler, Geschäftsführung der Dittler Industriebeteiligungen, Florian Schardt (Gründer von Azubyo) und Frank Dollendorf, IHK-Bereichsleiter für International, Industrie, Innovation, berichteten über die Chinareise des IHK-Ehrenamts, die vom 13. bis 18. Oktober stattfand. Vor allem zwei Dinge hatten sie beeindruckt: die hauchdünnen Displays für Textilien und Fahnen und wie klaglos Chinas Bürger die Datensammel-Wut ihrer Regierung akzeptierten. Prof. Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien am Münchner ifo Institut, referierte über Pekings Masterplan „Made in China 2025“. Sein Fazit war zwiespältig: Die Chinesen hätten technologisch schnell aufgeholt, müssten sich heute aber an der Technologiegrenze erst beweisen. Falck äußerte auch an Chinas Außenhandelsstrategie Zweifel. Auf lange Sicht bringe im Welthandel Kooperation mehr als die Konfrontation.

Sitzungen des Arbeitskreises Lebensmittelwirtschaft

Der Arbeitskreis Lebensmittelwirtschaft traf sich zweimal in der IHK. Auf der Sitzung am 4. April stellte Rechtsanwältin Sabine Bendias von der Kanzlei Weiss–Walter-Fischer-Zernin eine Übersicht über die aktuelle Rechtsprechung zu lebensmittelrechtlichen Entscheidungen vor. Rechtsanwältin Bärbel Ines Hintermeier von der Kanzlei meyer.rechtsanwalts GmbH berichtete über die ‎(Un)-Verhältnismäßigkeit der gesetzlichen Pflicht, Verbraucher vor gesundheitsgefährdenden Lebensmitteln zu warnen. Dr. Angela Kohl, wissenschaftliche Leiterin des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL), stellte die „nationale Reduktionsstrategie“ vor. Hintergrund: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Wirtschaftsverbände hatten sich freiwillig auf eine Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten geeinigt.

Auf der Sitzung am 11. November stellte Georg Haider von der Develey Senf & Feinkost GmbH das „Integrity Concept: Best Practice eines Risk Managements im ‎Lebensmittel-‎‎Unternehmen“ vor. Den ‎‎„Issue management Report 2019 stellte Markus Hinskes von der AFC Risk & Crisis Consult GmbH vor. Dr. Ulrich Busch vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)‎ berichtete über aktuelle Aspekten und nationale Aktivitäten zum Thema Food Fraud. Der Begriff steht für Lebensmittelbetrug und hat seit 2013 Konjunktur. Damals hatte ein großer Fast-Food-Anbieter Burger mit Pferdefleisch statt dem versprochenen Rindfleisch verkauft.

Branchenbilder

Die 2018 eingeführten Branchenbilder wurden überarbeitet und inhaltlich ergänzt. Bei den Branchenbildern handelt es sich um ein Online-Angebot, welches kompakt die wichtigsten Informationen zu ausgewählten Industriebranchen liefert und wirtschaftspolitische Zusammenhänge erläutert. Unter anderem liegen Branchenbilder zur Druck-, Chemie- und Pharmaindustrie vor.

Patentreport Bayern 2019‎

Die IHK hat den Patentreport Bayern 2019 vorgestellt. Die Ergebnisse waren erfreulich. Demnach ist Bayerns Wirtschaft mitten im Sprung in die Zukunft. Mit einem Anteil von rund 29 Prozent an den deutschen Patentpublikationen (Stand 2017) ist Bayern weit innovativer als andere Bundesländer. Im Freistaat nimmt Oberbayern wiederum eine Sonderrolle ein. Die Unternehmen im IHK-Bezirk sorgen für 47 Prozent aller bayerischen und 13 Prozent aller deutschen Patentpublikationen. Hinter den positiven Zahlen steckt ein Klumpenrisiko: 2,2 Prozent der Patentanmelder aus Bayern sind für zwei Drittel aller Anmeldungen in Bayern verantwortlich. Das Forschungsgeschehen dominiert die Autoindustrie mit vielen Patenten rund um die Zukunftstechnologien autonomes und vernetztes Fahren. Bayerns Wirtschaft ist zudem Treiber bei den Basistechnologien der Digitalisierung mit vielen neuen Patenten in den Sparten „Halbleiterbauelemente“ und „Elektrische digitale Datenverarbeitung“.

Onlinehilfe Lebensmittelhygiene: Dauerhaft gute Besucherzahlen

Die Onlinehilfe Lebensmittelhygiene wurde sehr gut besucht. Die Zugriffszahlen blieben mit 5.160 Besuchern und 16.434 Seitenaufrufen pro Monat auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Die bundesweit einmalige Plattform wurde unter Federführung der IHK München erstellt. Projektpartner sind der DEHOGA Bayern und der Handelsverband Bayern HBE; fachlich unterstützt wird das Tool vom Bayerischen Verbraucherschutzministerium und dem Verband der Lebensmittelkontrolleure e. V. Die Inhalte werden in vier Sprachen angeboten. Die Onlinehilfe Lebensmittelhygiene hilft Gastronomen, Lebensmittelhändlern und -herstellern, die vielen und komplexen Vorschriften zur Lebensmittelhygiene einzuhalten.

IHKs setzen CE-Leitfaden erfolgreich in Beratung ein

Die IHK hat sich intensiv mit dem Thema Produktsicherheit beschäftigt. Im Beratungsgespräch der bayerischen IHKs hat sich der Leitfaden zur CE-Kennzeichnung sehr bewährt. Die Broschüre wurde im Oktober 2018 von den bayerischen IHKs (BIHK) veröffentlicht und 2019 im Tagesgeschäft eingesetzt. Der Leitfaden erklärt, was Unternehmen auf dem Weg zur CE-Kennzeichnung zu beachten haben und gibt hierzu Praxistipps.

Medizinprodukteverordnung: IHK fordert sinnvolle Umsetzung ‎

Die Umsetzung der neuen EU-Medizinprodukteverordnung bedeutete für Bayerns Hersteller erhebliche Probleme: etwa die Neu-Zertifizierung bereits auf dem Markt befindlicher Produkte, verschärfte Anforderungen für Zulassung und Überwachung, in den Betrieben die Benennung einer verantwortlichen „qualifizierten Person“ und eine bessere Produktkennzeichnung. Die IHK hat diesen Prozess politisch aktiv begleitet. In Schreiben an die Europaabgeordnete Prof. Angelika Niebler (CSU), an Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die IHK auf die Schwierigkeiten der Hersteller hingewiesen – etwa mit dem Hinweis, dass es nicht genug Zertifizierungsstellen gebe. Die IHK hat sich daher u.a. für die Schaffung ausreichender Übergangsfristen eingesetzt. Mit einem umfangreichen Webangebot und im IHK Magazin hat die IHK die Hersteller über die neuen Anforderungen informiert. Mit dem Leiter der Vertretung der EU Kommission in München, Joachim Menze, hat die IHK einen betroffenen Medizinproduktehersteller besucht.

Unternehmergespräche: Digitalisierung im Mittelstand im Fokus‎

Die Veranstaltungsreihe Unternehmergespräche soll die Vernetzung über Branchengrenzen hinweg fördern und IHK-Mitgliedsfirmen frische Ideen liefern. 2019 fanden vier Termine mit insgesamt knapp 90 Teilnehmern statt. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Vorstellung von Beispielen erfolgreicher Digitalisierung. Die Veranstaltungsreihe machte bei folgenden Firmen Station:

  • THIMM Verpackung Süd GmbH + Co. KG in Wolnzach
  • OPED GmbH in Valley
  • ZF Gruppe – TRW Airbag Systems GmbH in Aschau am Inn
  • EOS GmbH in Krailling.

Die Unternehmergespräche zeigen die gewünschte Netzwerk-Wirkung: Als Folge dieser Ortstermine sind mindestens fünf Projekte bzw. Kooperationen entstanden

Forschung zum Frühstück

Die Veranstaltungsreihe „Forschung zum Frühstück“ soll den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Mittelstand fördern. Auf der Agenda standen folgende Themen und Einrichtungen:

  • Factory of the Future bei der DLR Weßling-Oberpfaffenhofen
  • Stadt(entwicklung) anders sehen, TUM, Lehrstuhl für Architekturinformatik, München
  • KI? Aber sicher! fortiss GmbH, München.