Energie, Umwelt und Innovation

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Highlights waren die Vorstellung des EFI-Gutachtens, hoher Andrang bei der Beratung zu Fördermitteln und gute Resonanz auf die Online-Lebensmittelhygiene-Beratung.

Inhalt

Service für Unternehmen: Beratungsmarathon erfolgreich absolviert

IHK-Spezialisten haben 1.200 Beratungsgespräche zu Fördermitteln geführt, 500 zu Lebensmittelsicherheit und 450 zu Produktsicherheit. Um die vielen Anfragen bedienen zu können, wurden wöchentliche Sprechzeiten für Produkt- und Lebensmittelsicherheit angeboten. Alle 14 Tage gab es Fördersprechstunden. Diese Gespräche waren die Basis für die Handlungsempfehlungen, die die IHK für die Politik formuliert hat. Die IHK nahm erfolgreich Einfluss auf die Förderprogramme „Digitalbonus Bayern“ und „Innovationsgutschein Bayern“.

Vorstellung des aktuellen EFI-Gutachtens

Diese Veranstaltung hat die IHK für München und Oberbayern exklusiv: In jedem Frühjahr überreicht Prof. Dr. Dietmar Harhoff, Vorsitzender der EFI-Kommission, das Jahresgutachten seiner Kommission der Bundeskanzlerin. Wenige Tage nach dem Berliner Event diskutiert Harhoff schon traditionsgemäß die Ergebnisse dieser Studie in der IHK mit Vertretern der Wirtschaft Oberbayerns. Die fast 100 Anmeldungen im vergangenen Jahr zeigten, wie hoch das Interesse an den Ergebnissen des Gutachtens ist. Die Einsichten der EFI-Kommission haben auch Einfluss auf die IHK-Positionen. Schwerpunkte des Gutachtens waren die Langfristentwicklungen von Innovation und Produktivität, die Europäische Forschungs- und Innovationspolitik (F&I) und Autonome Systeme.

Branchenstudie Lebensmittelindustrie: Deutlicher Aufwärtstrend

Die Lebensmittelwirtschaft spielt für das Image Bayerns eine herausragende Rolle. Biergarten, Brez‘n und Wirtshaus gelten über die Landesgrenzen hinaus als Inbegriff Bayerns. So lauteten die Kernaussagen einer Branchenstudie, die die IHK vorgestellt hat. Die Studie bestätigt die Alltagserfahrung sich rapide wandelnden Verbraucherverhaltens. Craft-Brauereien, lokale Hersteller und Bio-Produkte liegen voll im Trend. Die Zahlen zeigen in Oberbayern für die Branche zwischen 2010 bis 2016 einen deutlichen Aufwärtstrend: Die Zahl der Betriebe ist um knapp 17 Prozent auf 286 gestiegen. Bei den Beschäftigten gab es mit 34.000 Mitarbeitern ein Plus von 15,5 Prozent, der Gesamtumsatz hat mit rund acht Milliarden Euro um 20 Prozent zugelegt. Die Auslandsumsätze sind in diesem Zeitraum sogar um 25,6 Prozent gewachsen.

Acht Branchenbilder vorgestellt

Die IHK hat acht Branchenbilder vorgestellt. Der Mix aus statistischen Daten und Erläuterungen zu wirtschaftspolitischen Zusammenhängen verschafft einen schnellen Überblick über die Lage und Perspektiven bayerischer Schlüsselbranchen. Schwerpunkt war unter anderem die Analyse der Bau- und Pharmaindustrie.

FuE-Report: Bayerns Mittelstand fällt ab‎

Die bayerische Auswertung des bundesweiten FuE-Reports fiel durchwachsen aus. Die positive Aussage der BIHK-Studie: Mit einem Anteil der FuE-Aufwendungen in Höhe von 3,17 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zählt Bayern zu den forschungsstärksten Bundesländern. Bayern hat mit Top-Unternehmen und hervorragend ausgestatteten Forschungseinrichtungen beste Chancen, dauerhaft ein Spitzenstandort für FuE zu bleiben. Bayerns Unternehmen investieren in Innovation. Im Vergleich zu letzten Erhebung 2013 haben sie ihre FuE-Ausgaben um 10 Prozent gesteigert. Negativ: Die FuE-Ausgaben der Wirtschaft konzentrieren sich in Bayern stark auf die Branchen Autoindustrie und Elektrotechnik. Innovation findet vorwiegend in großen Unternehmen statt. Der Mittelstand fällt ab.

Onlinehilfe Lebensmittelhygiene: Steigende Besucherzahlen

Die Onlinehilfe Lebensmittelhygiene erreichte steigende Besucherzahlen. Die Zugriffszahlen stiegen auf über 5.400 Besucher und 18.200 Seitenaufrufe pro Monat. Die bundesweit einmalige Plattform wurde unter Federführung der IHK München erstellt. Projektpartner sind der DEHOGA Bayern und der Handelsverband Bayern HBE; fachlich unterstützt wird das Tool vom Bayerischen Verbraucherschutzministerium und dem Verband der Lebensmittelkontrolleure e. V. Die Inhalte werden in vier Sprachen angeboten. Die Onlinehilfe Lebensmittelhygiene hilft Gastronomen, Lebensmittelhändlern und -herstellern, die vielen und komplexen Vorschriften zur Lebensmittelhygiene einzuhalten.

Leitfaden zur CE-Kennzeichnung

Der Leitfaden zur CE-Kennzeichnung klärt auf, was Unternehmen auf dem Weg zur CE-Kennzeichnung zu beachten haben und gibt hierzu Praxistipps. Seit Oktober 2018 wird der Leitfaden als BIHK-Veröffentlichung von allen bayerischen IHKs in der Beratung eingesetzt.

Unternehmergespräche

Die Veranstaltungsreihe Unternehmergespräche soll die Vernetzung über Branchengrenzen hinweg fördern und IHK-Mitgliedsfirmen frische Ideen liefern. 2018 fanden vier Termine mit insgesamt knapp 120 Teilnehmern statt. Inhaltlicher Schwerpunkt war die Vorstellung von Beispielen erfolgreicher Digitalisierung. Besucht wurden die Firmen Bremicker Verkehrstechnik GmbH, Weilheim, die Sandoz International GmbH, Holzkirchen, die Stöger Automation GmbH, Königsdorf, und die Adelholzener Alpenquellen GmbH, Siegsdorf. Die Unternehmergespräche zeigen die gewünschte Netzwerk-Wirkung: Als Folge dieser Ortstermine sind mindestens drei Projekte bzw. Kooperationen entstanden.

Forschung zum Frühstück

Die Veranstaltungsreihe „Forschung zum Frühstück“ soll den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Mittelstand fördern. Besucht wurden folgende Einrichtungen: Big Data am Leibniz-Rechenzentrum, Robotik in der Produktion der Zukunft am Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften der TUM, Lasertechnologie an der Hochschule München und Logistik 4.0 am Institut für Fördertechnik Materialfluss Logistik der TUM.

‎5. Treffen der Manager der Münchner Gründerszene ‎

Ein wichtiges Jubiläum der Münchner Gründerszene: Die IHK hat am 14. September zum fünften Treffen der Startup-Unterstützer im Großraum München zu Fraunhofer Venture eingeladen. 50 Teilnehmer aus 36 Institutionen kamen. Ziel der Initiative ist die Vernetzung der Akteure, um Startup-Aktivitäten am Standort besser abzustimmen. Besonderer Diskussionsschwerpunkt waren die verschiedenen Internationalisierungsangebote für Startups sowie die Interaktion und Zusammenarbeit innerhalb des Startup-Ökosystems.

Finale der Veranstaltungsreihe Industrie 4.0‎

Die seit 2013 bestehende Veranstaltungsreihe zu Themen der Industrie 4.0 wurde 2018 grunderneuert. Der Abschluss der bisherigen Reihe fand am 28. Februar statt. Das Thema „Künstliche Intelligenz“ lockte 73 Teilnehmer. Die Beispiele aus der Bildverarbeitung (MVTec Software GmbH), der Baustellenlogistik (KEWAZO GbR), der Predictive Maintenance (Vestner Aufzüge GmbH und IABG GmbH) und kollaborativen Robotern in der Pflege und Chirurgie (Franka Emika GmbH, Träger des Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten 2017) sorgten für eine lebhafte Diskussion. Mit dabei waren auch wieder Startups aus der KI, die Kurvendaten auswerten (MTS Consulting & Engineering GmbH), den Ausschuss in Lackierereien um 20 Prozent senken (Insight Perspective Technologies GmbH) und Entwicklern von Embedded Systems ihre Arbeit erleichtern (MPSI Technologies GmbH).

Start der neuen Veranstaltungsreihe Industrie 4.0 vor Ort

Am 18. Oktober feierte das neue IHK-Veranstaltungsformat „Industrie 4.0 vor Ort“ Premiere. Kooperationspartner war das das Customer Experience Center von General Electric in Garching. Inhaltlich lag der Schwerpunkt auf der „Additiven Fertigung“. 55 Teilnehmer bekamen gezeigt, wie 3D-Drucker Metallbauteile fertigen. An den Beispielen der Trovus Tech GmbH und der Model- und Formenbau Blasius Gerg GmbH wurde verdeutlicht, dass auch kleinere Unternehmen mit additiver Fertigung Erfolg haben.

Broschüre „KooperationsKompass Mittelstand & Startups“‎

Es sind bislang die Konzerne, die die Zusammenarbeit mit Start-ups suchen. Der Mittelstand schaut dem neuen Teamwork bislang nur zu. Damit sich das ändert, hat die IHK den „KooperationsKompass Mittelstand & Startups“ herausgegeben. Die Broschüre erklärt, wie kleinere und mittlere Unternehmen erfolgreich mit Startups zusammenarbeiten können – und wie beide Seiten davon profitieren. Die Broschüre erklärt, welche Kooperationen mit Start-ups möglich sind, wie man an Partner kommt und welche Unterstützer Hilfe bieten.

Startup-Tag mit Chemie- und Umwelt-Cluster

„Innovation durch Kooperation“ – unter diesem Slogan fand am 16. Oktober der Startup-Tag Chemie & Umwelt im Forum der Münchner IHK Akademie statt. Veranstalter waren IHK, der Chemiecluster Bayern und der Umweltcluster Bayern. Mehr als 60 Unternehmer und Gründer nahmen teil. Neben Vorträgen und Pitches wurde im World-Café-Format diskutiert. Themen waren: Expectation Management – Welche Erwartungen habe ich an Kooperationen?, Startups finden – Was gibt es außer dem Zufall? Und: Erfolgsfaktoren einer Kooperation – Do‘s und Don‘ts bevor es kracht.

Sitzungen des Industrie- und Innovationsausschusses

Der Ausschuss traf sich zu seiner ersten Sitzung am 8. Februar in der REGNAUER FERTIGBAU GmbH & Co. KG in Seebruck am Chiemsee. Auf der Agenda stand das Thema Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Bernd Geisler referierte über den Stand des Breitbandausbaus in Bayern. Geisler ist Referatsleiter für die digitale Erschließung Bayerns im bayerischen Finanzministerium. Dr. Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer, M-net Telekommunikations GmbH, erläuterte, wie Bayerns Digitalisierungsoffensive noch besser laufen könnte. IHK-Fachmann Bernhard Kux gab einen Überblick über die politischen Initiativen der IHK zum Breitbandausbau. Der Ausschuss beschloss ferner die Erarbeitung einer Position zum Aufbau einer nationalen Agentur für Sprunginnovationen.

Die zweite Sitzung fand am 4. Juni in der LOWA Sportschuhe GmbH in Jetzendorf statt. Auf der Agenda stand die Besichtigung der Produktion des traditionsreichen Schuhherstellers. Inhaltlich beschäftigte sich der Ausschuss aber mit dem Mega-Thema Künstliche Intelligenz. Dr. Harald Rueß, Geschäftsführer FORTISS GmbH, stellt den Stand der Forschung und Anwendung vor. Er erläuterte den Unterschied zwischen „starker“ und „schwacher“ KI und zeigte die Grenzen in der aktuellen leistungsfähigen KI auf: Die Ergebnisse aus KI-Programmen sind oft nicht verlässlich. Es ist intransparent, wie Ergebnisse zustande kommen. Und KI-Programme können z. B. im Bereich der Bildverarbeitung manipuliert werden. Weitere Punkte der Sitzung: Die Position zum Aufbau einer Agentur für Sprunginnovationen wurde erarbeitet und der Vollversammlung am 18. Juli zur Abstimmung vorgelegt. Der Ausschuss beschloss, eine IHK-Position zur zukunftsfähigen Industriepolitik zu erarbeiten.

Das Garchinger Technologie- und Gründerzentrum diente am 11. Oktober als Location für die dritte Sitzung des Ausschusses. Gastreferent Prof. Martin Gornig, Forschungsdirektor Industriepolitik des DIW Berlin (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung), sprach über das Thema „Industriepolitik auf dem richtigen Weg?“ Gornig verneinte das. Die Unternehmen investierten deutlich mehr im Ausland als in Deutschland. Dieser Trend habe die Folge, dass die modernsten Fabriken deutscher Unternehmen in Zukunft im Ausland stünden. Nach Ansicht des Industrieforschers sei es die wichtigste Aufgabe deutscher Industriepolitik, Innovationen zu fördern. In Deutschland müsse auch mehr gesellschaftliche Akzeptanz für neue Produktionsstätten und Technologien entstehen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die Grundlagen einer Position zur zukunftsfähigen Industriepolitik geschaffen: IHK-Spezialisten moderierten die „Thementische“ Binnenmarkt & Freihandel, Infrastruktur, Bürokratie & öffentliche Verwaltung, Abgaben sowie Innovation & Investition.

Sitzungen des Arbeitskreises Lebensmittelwirtschaft

Der Arbeitskreis Lebensmittelwirtschaft hat sich zweimal in der IHK getroffen. Auf der Sitzung am 27. April stellte Dr. Claudia Thielen ihre Behörde vor. Thielen ist Leiterin der Bayerischen Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV). Das Amt ist zuständig für rund 600 Lebensmittel- und Veterinärbetriebe in Bayern. Dr. Ina Gerstberger, Rechtsanwältin in der Kanzlei Gowling WLG (UK) LLP, berichtet über Reformen der Verordnung über neuartige Lebensmittel. Dr. Angela Kohl, wissenschaftliche Leiterin des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL), referierte über aktuelle Trends der Ernährungspolitik: Die Bundesregierung arbeite an der Umsetzung der „Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie“: Fertigprodukte sollen weniger Zucker, Fette und Salz enthalten. Diskutiert werde auch über eine „Lebensmittelampel“, die den Verbrauchern im Supermarkt eine Orientierung geben soll. Die IHK-Fachleute Anita Schütz und Urs Weber stellten die Branchenstudie 2018 „Die Lebensmittelindustrie in Oberbayern“ vor.

Auf der Sitzung am 8. November berichtete Maria König vom bayerischen Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz über die Folge von Anfragen, die im Rahmen des Verbraucherinformationsgesetz gehäuft gestellt würden. Vor allem Foodwatch sei besonders aktiv. Sabine Kremnitz vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, und Manfred Woller, Sprecher des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure, erläuterten die Praxis der Lebensmittelüberwachung. Entscheidend sei dabei die Frage, wie die Risikoeinstufung von Unternehmen vorgenommen wird. Dr. Andreas Wehlau, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Gleiss, gab einen Überblick über die aktuellen Rechtssprechung zur Werbung für Lebensmittel mit regionaler Herkunft und ein Update zur Herkunftskennzeichnung von pri‎mären Zutaten. Peter Désilets, Vorstand der Münchner pacoon GmbH, ging auf ein brandaktuelles Thema ein. Er sprach über Plastik in Lebensmittelverpackungen.

IHK beteiligt sich am Projekt Munich Urban CoLab

Die IHK ist Projektpartner des Munich Urban CoLab – ein in Bau befindliches Innovationszentrum der Landeshauptstadt München und UnternehmerTUM. Von 2020 an soll das Munich Urban CoLab Unternehmen, Startups, Wissenschaft und Kreative zusammenbringen. Ziel ist, Technologien und Lösungen für die Stadt der Zukunft (Smart City) zu entwickeln. Seit Oktober ist IHK-Fachmann David Stephenson in dieses Vorhaben eingebunden. Die IHK will dafür sorgen, dass auch kleine und mittlere Unternehmen einen Zugang zu den CoLab-Entwicklungen haben.