Highlights 2017

Selbstverwaltung der Wirtschaft ‎

  • Jahresempfang: 320 Gäste, Friedrich Merz spricht über Trump und die Folgen
  • „Unternehmerinnen gefragt“: Erfolgreiche Open IHK-Kampagne
  • Erster Wirtschaftsempfang der Region Ingolstadt

„Unternehmerinnen gefragt“: Abschluss der Open IHK-Auftaktkampagne

„Unternehmerinnen gefragt“ – unter diesem Titel stand die Auftaktkampagne der neuen IHK-Innovationsplattform „Open IHK“. Die Resonanz war gut. Im dritten Kampagnenteil sollten Unternehmerinnen ihre besonderen Geschäftsideen vorstellen. 30 Unternehmerinnen nahmen teil. Die IHK-Jury hat 12 als „Rolemodels“ ausgewählt – zur Jury gehörten u.a. Ingrid Obermeier-Osl (Unternehmerin, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Altötting-Mühldorf), Nadja Matthes (Chefredakteurin IHK-Magazin) und Angela Kesselring (Plan W, Mitglied der Geschäftsleitung SZ Scala GmbH/ SZ Publishing. SZ): Die „Rolemodels“ sollen durch ihr Vorbild andere Frauen ermutigen, eine Firma zu gründen. Alle zwölf wurden auf dem Unternehmerinnentag vorgestellt, einige Unternehmerinnen wurden im IHK-Magazin und der IHK-Zeitung porträtiert.

BIHK-Herbstkonjunkturumfrage: dritter Rekordwert in Folge

BIHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen hat am 12. Oktober in der IHK für München und Oberbayern die Herbst-Konjunkturumfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK) vorgestellt. Die Geschäftslage in den Betrieben hatte demnach den dritten Rekordwert in Folge erreicht. Der BIHK-Konjunkturindex, der Lage und Erwartungen abbildet, erreichte den höchsten „Herbst-Wert“ seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993. Die Schattenseite der Entwicklung: 59 Prozent der Unternehmen – so viele wie noch nie zuvor – sehen im Fachkräftemangel ein Geschäftsrisiko.

Vollversammlung im Frühjahr: Diskussion über Zukunft der Arbeitswelt

Die IHK-Vollversammlung hat sich auf ihrer Sitzung am 15. März im Akademiesaal der Münchner IHK Akademie mit der „Digitalisierung der Arbeitswelt“ beschäftigt. Marc Ritter von Google Deutschland war geladen, um über die „Zukunft der Arbeit“ zu sprechen. Seine Botschaft: „Geben Sie Ihren Mitarbeitern Freiheit – und sie bekommen viel mehr zurück.“ Google-Mitarbeiter bestimmen demnach weitgehend selbst über Arbeitszeit, Arbeitsort, Neueinstellungen und ihre Reisebudgets. In der Diskussion machten mehrere Plenumsmitglieder deutlich, dass das Google-Konzept nicht ohne weiteres auf andere Branchen und Unternehmen übertragen werden könne. Gleichwohl sprach IHK-Syndikus Beate Ortlepp von einer Gezeitenwende im Arbeitsrecht. Die Industrialisierung sei die Epoche der Regulierung gewesen. Heute brauche man das Prinzip Verantwortung.

IHK Jahresempfang: Friedrich Merz spricht über Trump und die Folgen

Bodenhaftung und die große geostrategische Sicht der Dinge – der IHK Jahresempfang hat am 3. Juli im Forum der Münchner IHK Akademie den gut 320 Teilnehmern beides geboten. Unternehmen aus dem Landkreis Rosenheim stellten an ihren Ständen ihre Biere und Spezialitäten vor. IHK-Vizepräsident Georg Dettendorfer brachte die Dettendorfer Betriebsmusik zum Event in der City mit. Und Friedrich Merz, Ex-CDU-Bundespolitiker und Erfinder der Bierdeckelsteuer, beschäftigte sich mit den ganz großen Fragen: Donald Trump und seine Folgen für Deutschland und Welthandel. Merz warb für Zuversicht. Selbst Trump werde die transatlantischen Beziehungen nicht beschädigen. Er sprach sogar von einem positiven Trump-Effekt: Nun sei jedem klar, dass Europa mehr Zusammenarbeit brauche – im Klimaschutz, in der Energiewende und nicht zuletzt in der Integration Geflüchteter.

Erster Wirtschaftsempfang in der Region Ingolstadt

Der erste Wirtschaftsempfang der IHK in der Region Ingolstadt fand am 23. Mai in der IHK-Geschäftsstelle in Ingolstadt statt. Frank Busemann, Silbermedaillengewinner im Zehnkampf bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, hielt den Gastvortrag. Busemann sprach über Eigenschaften, die Spitzensportler und Unternehmer verbindet: Durchhaltevermögen,

Schnelligkeit, Einsatzfreude, Kreativität. Fritz Peters, Sprecher des IHK-Forums Region Ingolstadt, sagte, dieser Wirtschaftsempfang diene der Vernetzung. „Nur gemeinsam können wir die Probleme der Region meistern und unsere Zukunft erfolgreich gestalten“, sagte Peters. Rund 90 Gäste kamen. Zu den VIPs gehörten die Landräte Anton Knapp (CSU) und Roland Weigert (Freie Wähler) sowie Ingolstadts Bürgermeister Sepp Mißlbeck.

Erster Mediendialog: Qualität & Markterfolg

Stefan Hilscher, Geschäftsführer Süddeutscher Verlag, und Sabine Vöhringer von D & S Medien haben als gewählte Branchenvertreter der IHK-Vollversammlung am 10. Mai zum „1. Mediendialog: Qualität & Markterfolg – Was fordern Kunden im digitalen Zeitalter?“ in der Münchner IHK Akademie eingeladen. Rund 120 Teilnehmer erlebten eine spannende Podiumsdiskussion. Fazit: Es wird auch für die Medien immer schwieriger, die Kunden zu erreichen – weil sie heute so viele Info-Kanäle nutzen. Hilscher erklärte, viele Menschen suchten in der Informationsflut Orientierung. Am Ende sei auf dem Markt eben doch journalistische Qualität gefragt.

6. IHK-Wirtschaftsempfang in Garmisch-Partenkirchen

Mehr als 180 Gäste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik kamen am 8. November zum sechsten Wirtschaftsempfang des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen. Die Politik war stark vertreten mit der 1. Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Sigrid Meierhofer (SPD), Landrat Anton Speer (FWL) sowie den Landtagsabgeordneten Florian Streibl (FW) und Martin Bachhuber (CSU). Der IT-Sicherheitsexperte Götz Schartner warnte in seinem Vortrag vor der wachsenden Gefahr der Cyberkriminalität und erklärte, wie sich Mittelständler mit vertretbarem Aufwand davor schützen können.

Start der Initiative „Unternehmensnachfolge.Bayern“

Bayerns Staatsregierung und Wirtschaft haben am 20. November in München die Initiative „Unternehmensnachfolge.Bayern“ gestartet. Den Startschuss gaben Wirtschaftsstaatssekretär Franz-Josef Pschierer (CSU), der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Handwerkskammern, Franz Xaver Peteranderl, der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), Dr. Eberhard Sasse, und über 25 Unternehmen. Unter dem Motto „Nachfolge planen, Erfolg sichern“ sollen Beratungs- und Förderangebote für den Mittelstand beworben und vernetzt werden. Die Macher der Initiative haben hierfür eine neue Internetseite zur Unternehmensnachfolge freigeschaltet. Chefs und Übernehmer finden dort alle Informationen, die den Generationenwechsel an der Firmenspitze leichter machen.

Branchenstudie Maschinen- und Anlagenbau

Die IHK hat die Branchenstudie Maschinen- und Anlagenbau vorgestellt. Die wichtigsten Aussagen: Mit einer Exportquote von 63 Prozent bzw. 66 Prozent sind Maschinenbau und Werkzeugmaschinenbau extrem von offenen Märkten abhängig. Der Anlagenbau lebt dagegen mehr vom Inlandsgeschäft. Die Unternehmen kämpfen generell mit dem Fachkräftemangel. Sie setzen sehr erfolgreich auf Energie- und Ressourceneffizienz. Die Medizintechnik verfügt über besonders gute Langzeitperspektiven: alternde Bevölkerung und Gesundheitstrend bieten hohes Wachstumspotenzial.

Branchenbilder – alle Daten und Fakten auf einen Blick

Die IHK hat erstmals Branchenbilder veröffentlicht: Diese Papiere bieten Informationen zu wichtigen Branchen in Bayern in knapper Form: Geboten werden Daten & Fakten, Trends und Kurzanalysen auf zwei Seiten für die Chemische Industrie, Kunststoffindustrie, Druckindustrie, Papierindustrie und die Nahrungsmittelindustrie.

Winter-Vollversammlung: Brexit, Bundespolitik und Landtagswahl 2018

Politische Fragen standen im Mittelpunkt der IHK-Vollversammlung am 5. Dezember. Gastredner Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Auslandshandelskammer des Vereinigten Königreichs, schilderte ein überraschend positives Brexit-Szenario. Weder die britische noch die europäische Wirtschaft werde ernsthaften Schaden nehmen. IHK-Präsident Eberhard Sasse warnte mit Blick auf die zähen Berliner Koalitionsverhandlungen vor einem Rückfall in die staatliche Umverteilung. Was das Land brauche seien Zukunftsinvestitionen, schnelle Integration Geflüchteter und weniger Bürokratie. Mit der Verabschiedung von 23 Positionspapieren stimmte sich das Plenum auf die Landtagswahl 2018 ein. Die Vollversammlung stimmte zu, den Umlagesatz auf 0,129 Prozent zu erhöhen.