Highlights 2017

Digitalisierung und Gründerförderung

  • Start der Breitband-Roadshow mit Minister Dobrindt in Weilheim
  • Themenschwerpunkt E-Commerce
  • 14 Forderungen zur Startup-Finanzierung verabschiedet

Kennzahlen der IHK-Gründerförderung

Die IHK hat rund 10.500 Gründer telefonisch und persönlich beraten. Die Gründermesse Existenz hat rund 1.500 Besucher verzeichnet. Die IHK-Startup Unit hat 293 Beratungen, darunter 66 Crowdfundingberatungen verzeichnet.

Gründungsberatungen weiter stark gefragt

Gründungsberatungen sind weiter stark nachgefragt. Trotz statistisch sinkender Gewerbeanmeldungszahlen bleiben nachhaltige Gründungszahlen in Bayern stabil. Die IHK hat im Vergleich zu 2016 auf fast konstantem Niveau rund 10.500 Gründer telefonisch und persönlich beraten. Besonders gefragt und beliebt ist die Informationsveranstaltung des Münchner Existenzgründungs-Büros mit einem massiven Anstieg der Teilnehmerzahl von rund 27 Prozent. Insgesamt wurden 6.512 Teilnehmer verzeichnet.

Gründermesse Existenz unverändert beliebt

Die EXISTENZ hat am 11. November ihre Position als bedeutendste Gründerveranstaltung Oberbayerns untermauert. Rund 1.500 Besucher kamen. Mehr als 100 Fachvorträge und 50 Aussteller informierten Gründer, Startups und Jungunternehmer zu betriebswirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen und Marketing/Vertriebsthemen. Zudem bietet die neue IHK-Gründungsplattform www.ihk-muenchen.de/Gründer zahlreiche digitale Informationen und nützliche Downloads zu diesen Themen.

Erfolgreiche Arbeit der IHK-Startup Unit

Die IHK-Startup Unit ist speziell auf innovative und wachstumsorientierte Startups zugeschnitten. Im vergangenen Jahr hat sie sich mit erfolgreicher Arbeit in der Münchner Gründerszene weiter etabliert. Das zeigt sich auch in Zahlen: Zusammenarbeit mit mehr als 80 Netzwerkpartnern und 293 Beratungen, darunter 66 Crowdfundingberatungen. Inhaltlich ging es um die Themen Förderdarlehen und Zuschüsse für Innovationsvorhaben, Crowdfunding und Venture Capital, Marketing- und Vertriebscoaching sowie Unterstützung bei der Businessplan-Erstellung.

IHK arbeitet mit am Münchner Gründer-Netzwerk

Erklärtes Ziel der IHK-Arbeit ist, München als Standort-Hochburg von europäischem Rang zu etablieren. Die IHK war 2017 daher Kooperationspartner aller wichtigen Startup- und Innovationsveranstaltungen: Bits&Pretzels, MUST Munich und der Crowd Dialog mit insgesamt rund 5.800 Teilnehmern.

Vernetzung der Startup-Unterstützer im Großraum München

Die IHK hat alle Unterstützer von Startups aus dem Großraum München in das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie IZB in Martinsried eingeladen. Das Treffen diente der Vernetzung von Gründerzentren, Initiativen von Unternehmen, die Accelerator- und Inkubator-Programme auflegen, Entrepreneurship-Zentren der Wissenschaftsorganisationen, Projektinitiativen und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium. 26 Teilnehmer kamen. Ein Schwerpunkt war die Frage, wie sich erfolgreiche Kooperationen zwischen Startups und Mittelstand fördern lassen.

14 Forderungen zur Startup-Finanzierung

Die IHK für München und Oberbayern fordert auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene, die Weichen Richtung Zukunft zu stellen und für eine spürbare Verbesserung der Finanzierung von Startups zu sorgen. Die Vollversammlungsbeschlüsse vom 15. März und 26. Juli 2017 haben diese Position demokratisch legitimiert. Die IHK hat ihre Vorschläge in 14 Forderungen präzisiert. Diese lassen sich vier zentralen Finanzierungskategorien zuordnen: „Eigenkapital“, „Fremdkapital“, „Förderung“ und „Umsatz“. Die 14 Forderungen entstanden in vielen Diskussionen mit privaten Investoren, Startups, Multiplikatoren und den Ausschüssen Industrie und Innovation, Finanzen und Steuern und dem AK Kreditwirtschaft.

Start der Roadshow Breitband@Mittelstand in der IHK in Weilheim

Am 20. Februar gab es eine denkwürdige Veranstaltung in der IHK-Geschäftsstelle Weilheim. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) brachte Breitband-Fördergutscheine für die Bürgermeister der Region in die IHK-Geschäftsstelle mit. Zudem startete Dobrindt an diesem Tag vor rund 70 Teilnehmern die bundesweite Roadshow Breitband@Mittelstand. Das Werkzeug dafür war vor der IHK-Geschäftsstelle geparkt: Das „Infomobil Breitband“ ist bis Dezember durch ganz Deutschland gereist – und hat an IHKs, Kompetenzzentren der Länder, Technologieparks, Gewerbegebieten und Unternehmen Halt gemacht. Experten des Breitbandbüros des Bundes stellen Digitalisierungsbeispiele für kleine und mittlere Unternehmen sowie die jeweiligen Fördermöglichkeiten vor. Das Ganze war eine Initiative des Bundesverkehrsministeriums, der deutschen IHK-Organisation (DIHK) und des Breitbandbüros des Bundes.

BSI-Präsident Schönbohm spricht über Kampf gegen Cyberkriminelle

Hoher Besuch in der IHK-Geschäftsstelle Ingolstadt: Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), war am 16. März persönlich in die Autostadt gekommen, um über ein heißes Thema zu sprechen: „Wie kann sich der Mittelstand vor Cyberangriffen schützen?“ Schönbohm erklärte, wie er mit seiner 660 Mann starken Truppe den Kampf gegen die Cyber-Kriminellen aufnehmen will. Zudem will Schönbohm das Teamwork verstärken – mit Polizei, Nachrichtendienst, Bundeswehr, Verfassungsschutz, Justiz und Wirtschaft. Auch die Unternehmen seien in der Pflicht: Wer attackiert werde, müsse das melden. Das Land brauche einen neuen Verhaltenskodex: „Erst nachdenken, dann klicken.“

IHK-Unternehmergespräche mit Schwerpunkt Digitalisierung

Die IHK-Veranstaltungsreihe Unternehmergespräche stand im Zeichen der Digitalisierung. In Summe verzeichneten die Veranstaltungen rund 130 Teilnehmer. Weiterer Erfolg: Sechs konkrete Projekte und Firmen-Kooperationen wurden im Rahmen dieser Gesprächsreihe vereinbart. Die Veranstaltungen fanden in folgenden Unternehmen statt: TQ-Systems GmbH (Seefeld), Zunhammer GmbH (Traunreut), CEWE Stiftung & Co. KGaA (Germering) und Rofa Industrial Automation KG (Kolbermoor).

Staatsregierung verlängert die Digitalbonus-Förderung

Die bayerischen IHKs hatten auf diesen Schritt gedrängt: Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat am 18. Juli entschieden, den sogenannten Digitalbonus fortzusetzen und noch um ein weiteres Jahr auszuzahlen. Für 2017 und 2018 stellte sie zusätzliche 100 Millionen Euro bereit. Bezuschusst werden Maßnahmen für die IT-Sicherheit sowie für die Digitalisierung von Produkten und Prozessen in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Veranstaltungsreihe Forschung zum Frühstück: Schwerpunkt Digitalisierung

Die IHK-Veranstaltungsreihe Forschung zum Frühstück dient der Vernetzung von Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft. Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt auf der Digitalisierung. Die Frühstücksreihe beschäftigte sich mit folgenden Themen: Technische Assistenzsysteme an der Universität der Bundeswehr, Digitaler Zwilling am Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik des DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Kommunikation in der Industrie 4.0 am Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK.