Highlights 2016

Verantwortung sichert Zukunft

In Zeiten, die von Megatrends wie dem Klimawandel, wachsenden globalen Verflechtungen und Ressourcenknappheit geprägt sind, hat die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen eine immer höhere Relevanz. Zunehmend fordern auch Regulierungsinitiativen nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Wirtschaften von Unternehmen ein. Die IHK München hat daher konsequent ihre Initiative „Den Ehrbaren Kaufmann leben“ fortgeführt und sich für ein verantwortungsvolles Unternehmertum engagiert.

  • IHK-Roadshow zur neuen CSR-Berichtspflicht mit Auftakt in München
  • 4. Bayerischer CSR-Tag mit Schwerpunkt Nachhaltige Lieferketten
  • BIHK-Atlas der Unternehmensverantwortung und Grundsatzbroschüre

IHK-Roadshow „Nachhaltigkeitsberichte in der Praxis“

Die so genannte CSR-Berichtspflicht wird für das Geschäftsjahr 2017 erstmals greifen. Das muss nicht nur Bürokratie, das kann für Bayerns Firmen auch eine Chance bedeuten. Das war die Botschaft der IHK-Veranstaltung „Mit Transparenz Vertrauen schaffen – Nachhaltigkeitsberichte in der Praxis“, zu der am 15. Juni gut 100 Teilnehmer in die Münchner IHK Akademie kamen. Das Ganze war Auftakt einer Roadshow der bayerischen IHKs mit insgesamt vier Veranstaltungen im Freistaat. Vorgestellt wurden mittels ermutigender Beispiele aus der Unternehmerschaft, wie man u.a. mit Transparenz über Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange bei Auftraggebern, Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft gleichermaßen punkten kann.

4. Bayerischer CSR-Tag mit Staatsministerin Emilia Müller

„Lieferketten nachhaltig und transparent gestalten“ – unter diesem Motto stand der 4. Bayerische CSR-Tag, der am 5. Oktober in der IHK Akademie München mit rund 90 Teilnehmern stattfand. Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) und der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl betonten, die Achtung der Menschenrechte sei ein selbstverständlicher Teil der Unternehmenskultur eines Ehrbaren Kaufmanns. Unternehmen, die das Thema CSR in der Lieferkette proaktiv angehen, können sich von Wettbewerbern positiv abheben, den Erwartungen ihrer Anspruchsgruppen besser gerecht werden sowie sich gegenüber zukünftigen Gesetzesinitiativen besser aufstellen. Gerti Oswald, CSR-Verantwortliche der IHK, wies darauf hin, dass die konsequente Ausrichtung der internationalen Waren- und Lieferströme nach sozialen und ökologischen Standards aufgrund der Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte im Dezember 2016 immer wichtiger werde. Die IHK setze sich im Dialog mit der Politik weiterhin dafür ein, dass künftige Regelungen gerade für KMU im Bereich des Machbaren und Zumutbaren bleiben.

Infotools: BIHK-Atlas der Unternehmensverantwortung und Grundsatzbroschüre „Verantwortung lohnt sich“

Die IHK unterstützt Unternehmen dabei, ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung ganz bewusst als Erfolgsfaktor in die Unternehmensstrategie, Produkte und Betriebsabläufe zu integrieren. Neben den angebotenen Informationsveranstaltungen erhielten Firmen etwa mit dem BIHK-Poster „Atlas der Unternehmensverantwortung – Nachhaltige Unternehmensführung: Begriffe, Akteure, Motive, Leitlinien, Zusammenhänge“ einen umfassenden Überblick über sämtliche internationale und nationale Entwicklungen und Facetten von CSR. Die BIHK-Grundsatzbroschüre „Verantwortung lohnt sich. Den Ehrbaren Kaufmann leben“ zeigt praxisnah, wie sich CSR-Maßnahmen entlang der Handlungsfelder Ökonomie, Arbeitsplatz, Gemeinwesen und Ökologie strategisch im Kerngeschäft von KMUs verankern lassen.