Highlights 2016

Digitalisierung und Gründerförderung

  • 11.318 Einstiegsgespräche mit Gründern
  • Begrüßungsveranstaltung für 200 neue IHK-Mitglieder
  • Grundsteinlegung für neuen Gewerbehof Nord

Kennzahlen der IHK-Gründerarbeit

Die IHK-Spezialisten haben 11.318 persönliche und telefonische Einstiegsgespräche mit Existenzgründern geführt. Hinzu kamen 2.784 Intensivberatungen. Die Gründer-Förderung ist inzwischen auch ein wichtiger Bestandteil des IHK-Weiterbildungsangebots: 120 Seminare mit mehr als 1.100 Teilnehmern‎ wurden durchgeführt. Das Ganze wurde vom bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert. Dieses ‎Angebot hat die erfolgreiche Gründertätigkeit in Oberbayern maßgeblich unterstützt.‎

Startup Unit

Die IHK Startup Unit ist ein Team von IHK-Spezialisten, das sich vorwiegend darum kümmert, digitale und innovative Startups auf die Erfolgsspur zu bringen. Das Team hat 2016 mehr als 700 Stunden in die Beratung von Gründern investiert. Schwerpunkte waren Gründung, Finanzierung, Förderung und Internationalisierung. Weiterer Schwerpunkt der Arbeit lag in der Vernetzung der Münchner Gründerszene. Die IHK-„Startup Unit“ hat sich auf acht Großveranstaltungen vor insgesamt über 13.000 Gründern präsentiert – und auf das Serviceangebot der IHK hingewiesen. Mit dem Besuch von insgesamt rund 30 Veranstaltungen aus dem Netzwerk der Entrepreneurship-Partner von München wurde die Verflechtung mit relevanten Akteuren der Startup-Szene in München weiter ausgebaut.

IHK unterstützt Bayerns Fördermaßnahmen

Nach Einschätzung der IHK hat das Bayerische Wirtschaftsministerium mit dem Start des Förderprogramms „Start? Zuschuss!“ eine große Lücke im Förderangebot geschlossen. „Start? Zuschuss!“ soll digitale Geschäftsmodelle an den Start bringen. Auf Vorschlag der IHK hatte die Staatsregierung zuvor den Digitalbonus eingeführt, der kleinen und mittelständischen Firmen die Umstellung auf digitale Prozesse erleichtern soll. Aus IHK-Sicht verschafft der Digitalbonus auch Startups bessere Möglichkeiten, ihre Produkte zu vermarkten.

Industrie 4.0: IHK bietet online Leitfaden an

Die IHK hat den Online-Leitfaden Industrie 4.0 (www.ihk-industrie40.de) für den Bedarf kleinerer und mittlerer Unternehmen entwickelt und freigeschaltet. Der Ratgeber soll der Masse der Firmen den digitalen Aufbruch erleichtern. Experten aus der Wirtschaft erklären, was zu tun ist. Praxisbeispiele zeigen, was möglich ist. Der Clou: Im Online-Selbsttest können Unternehmen ihre „digitale Fitness“ ermitteln. Das Angebot kommt bestens an. Mittlerweile hat auch das Bundeswirtschaftsministerium auf die Texte aus München zurückgegriffen und auf den Leitfaden im BMWi-Unternehmensportal verlinkt. Drei andere deutsche IHKs haben den Leitfaden lizenziert.

Veranstaltungsreihe Industrie 4.0

Die IHK hat ihre Veranstaltungsreihe Industrie 4.0 ganz auf die praktischen Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten. Die Veranstaltungen zu „Geschäftsmodellen“ und „Big Data – Daten als Rohstoff der Zukunft“ boten Unternehmensvertretern nicht nur informative Vorträge. Praxisbeispiele regten zum Nachmachen an, Startups stellten Innovationen vor. Die Veranstaltungen nutzten über 130 Teilnehmer zu vertiefenden Gesprächen mit anderen Unternehmern sowie mit Vertretern aus Wissenschaft und Beratung.

Begrüßungsveranstaltung für neue IHK-Mitglieder

Ein Medienschaffender verfiel regelrecht in Euphorie: „Das war die beste IHK-Veranstaltung, die ich in 30 Jahren erlebt habe. Sogar der Rotwein schmeckt super. Hammer!“ Mehr Lob geht kaum. Ähnlich positiv äußerten sich auch etliche andere der rund 200 Teilnehmer der Begrüßungsveranstaltung für neue IHK-Mitglieder, die am 14. April im Forum der Münchner IHK Akademie stattfand. Braufässchen-Gründer Dominik Gruber und Wolfgang Westermeier erklärten, wie sie vom Service der IHK profitiert haben.

IHK Zukunftsforum Handel mit Staatsministerin Aigner

Das „IHK Zukunftsforum Handel – Perspektiven für den stationären Einzelhandel“ fand am 2. Juni in der IHK Akademie München mit rund 120 Teilnehmern statt. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) sprach deutliche Worte. Bayerns stationärer Einzelhandel brauche neue Strategien. Auch der Fachhändler um die Ecke müsse heute alle Vertriebskanäle nutzen. Im Rahmen des Modellprojekts „Digitale Einkaufsstadt Bayern“ will Aigner drei Kommunen zu digitalen Musterstädten entwickeln. Die abschließende Podiumsdiskussion „So verkaufen Sie im Jahr 2020 – sofern es Sie noch gibt!“ stellte echte Mutmacher vor: Hallingers Schokoladen Manufaktur und der Textilanbieter Reich Online Services beweisen, dass sich auch kleinere Unternehmen mit digitalen Vertriebswegen gegen Amazon und Co. behaupten können.

IHK-Veranstaltung zum Thema Netzneutralität

Nur in einem waren sich die Experten auf dem Podium einig: Kommt man im Breitbandausbau nicht besser in die Gänge, wird das mit der Digitalisierung nichts. Die IHK packte am 7. Juni mit der Veranstaltung „Wirtschaft digital: Gestaltung der Netzneutralität – Zwei-Klassen-Internet oder nötige Grundlage für Spezialdienste?“ im Forum der Münchner IHK Akademie vor rund 80 Teilnehmern ein heißes Eisen an. Markus Beckedahl, Netzaktivist und Chefredakteur des Blogs Netzpolitik.org, plädierte für Erhalt von Freiheit, Wettbewerb und Gleichbehandlung im Netz. Heiko Zysk, Vice President Governmental Relations & Head of European Affairs ProSiebenSat.1 Media, und Dirk Grewe, Director Regulatory Affairs Telefónica Germany, hielten dagegen. Es sei normal, für bessere Übertragungsqualität mehr Geld zu verlangen. „Wir sind nicht die Caritas“, sagte Grewe.

IHK-Event „Industrie 4.0: Geschäftsmodelle – Neue Chancen durch Digitalisierung“

Schaffen das nur die Amerikaner – mit neuen digitalen Geschäftsmodellen die Welt der Wirtschaft neu erfinden? Mit dieser Frage beschäftigte sich die IHK-Veranstaltung „Industrie 4.0: Geschäftsmodelle – Neue Chancen durch Digitalisierung“ am 14. Juli im Forum der Münchner IHK Akademie. Die Referenten erklärten den rund 80 Teilnehmern, was US-Konzerne so erfolgreich macht: kundenzentriertes Denken, Geschwindigkeit, Risikofreude. Die Beispiele der Startups 4titoo, Motius und der Dynamic Components GmbH machten dagegen Mut. Zukunft geht auch in Oberbayern.

Grundsteinlegung für neuen Gewerbehof Nord

Peter Kammerer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, hat mit Münchens Bürgermeister Josef Schmid und dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Dr. Lothar Semper, am 13. September den Grundstein für den neuen Gewerbehof Nord gelegt. Mit diesem 7. Gewerbehof der Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft (MGH) wird das Münchner Gewerbehofnetz weiter ausgebaut. Auf circa 11.000 Quadratmetern Geschossfläche sollen sich von 2019 an circa 50 kleine und mittelständische Betriebe ansiedeln können. „Mit dem neuen Gewerbehof Nord schaffen wir für Gründer das ideale Angebot“, sagte Kammerer.