IHK-Vollversammlung

Manfred Gößl wird neuer Hauptgeschäftsführer der IHK

Manfred Gößl, Eberhard Sasse, Peter Driessen
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Die IHK Vollversammlung hat den bisherigen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl (links im Bild) zum Nachfolger von Peter Driessen als Hauptgeschäftsführer (rechts) bestellt. Er tritt sein Amt am 1. Januar 2019 an. Zu Gast bei der IHK-Vollversammlung war der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

Manfred Gößl als Nachfolger von Peter Driessen zum Hauptgeschäftsführer bestellt

Die Vollversammlung hat den bisherigen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK Manfred Gößl als Nachfolger von Peter Driessen zum Haupt­geschäftsführer bestellt. Driessen (65) geht zum Jahresende nach 33 Jahren Tätigkeit bei der IHK, davon zehn als Hauptgeschäftsführer, in den Ruhestand. Der 51-jährige Gößl übernimmt den Stab zum 1. Januar 2019 für zunächst fünf Jahre. Damit ist er auch Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handels­kammertags (BIHK).

IHK-Präsident Eberhard Sasse sprach seine Glückwünsche aus. „Manfred Gößl ist ein bestens vernetzter Kämpfer für die Sache der Wirtschaft.", so Sasse. Gößl stammt aus Kösching, ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Die Familie lebt in Icking. Nach Schulabschluss in Ingolstadt studierte Gößl an der Fachhochschule Regensburg Betriebswirtschaftslehre sowie Wirtschaftswissen­schaften an der Universität Bremen und promovierte dort später über den internationalen Standortwettbewerb. Seit Juli 2000 ist er bei der IHK München tätig, zu Beginn im Bereich Außenwirtschaft. Im September 2008 wurde er zum stellver­tretenden Hauptgeschäftsführer berufen und übernahm zwei Jahre später den Bereich „Zentrale Aufgaben und Grundsatzfragen“.

Söder will Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes verbessern

In seinem Gastvortrag vor der IHK-Vollversammlung zeichnete der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ein gutes Bild vom Wirtschaftsstandort Deutschland. "Eigentlich geht es uns perfekt", so Söder. Deutschland sei in Europa Stabilitätsfaktor Nummer ein. Er betonte auch, das Leistungsherz Deutschlands liege im Süden. "Dass Deutschland so erfolgreich ist, liegt an den bayerischen Unternehmen."

Allerdings sieht Söder Risiken, die auch von Außen kommen. So sieht er den Freihandel in Gefahr, die Tendenz gehe ganz klar in Richtung Protektionismus. Der amerikanische Präsident Donald Trump sehe in der EU, speziell in Deutschland einen Gegner. Auch die Autoindustrie betrachtet er nach Söders Einschätzung als Gegner Amerikas. "Wenn es der Automobilindustrie schlecht geht, dann wackelt die Wirtschaftskraft in Bayern im Kern."

Als Gegenmaßnahme sei es notwendig, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Bayern zu verbessern. Grundsätze seiner Politik seien, dass Leistung honoriert werden müsse, dass Anreize besser als Verbote funktionierten sowie ein Bekenntnis zum Eigentum. Söder kündigte eine Reform der Unternehmensbesteuerung an, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Bayerns zu steigern.

Jahresabschluss 2017 verabschiedet

Die IHK Vollversammlung verabschiedete den Jahresabschluss 2017. Zudem befasste sie sich mit Resolutionen für eine bessere Steuergesetzgebung, für mehr Frauen und Gründerinnen in der Wirtschaft, für die Gründung einer Agentur für Sprunginnovationen, für bessere Breitband- und Mobilfunkversorgung sowie für eine zukunftsweisende Entwicklung und Nutzung der Blockchain-Technologie im Freistaat.