IHK Vollversammlung im Dezember 2018

Für die Zukunft bestens aufgestellt

Vollversammlung Dezember 2018, Eberhard Sasse
© Goran Gajanin /IHK

Am 5. Dezember hat die IHK-Vollversammlung getagt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Verabschiedung des Haushalts für 2019. Der letzte Bericht von Hauptgeschäftsführer Peter Driessen dokumentiert die politisch erfolgreiche IHK-Arbeit.

Eine große Personalie stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der IHK-Vollversammlung am 5. Dezember in der Münchner IHK Akademie. Zum letzten trug Peter Driessen dem Plenum den Bericht der Geschäftsführung vor. Präsident Eberhard Sasse (im Bild) verzichtete daher auf seinen üblichen Bericht. Sasse sagte, er wolle persönliche Worte an seinen scheidenden Hauptgeschäftsführer richten.

Aus Sicht des Ehrenamts sei Driessen mit seinem Sachverstand ein Glücksfall gewesen. Driessen habe im Laufe seiner zehnjährigen Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer sich und die IHK verändert. Er hinterlasse seinem Nachfolger Dr. Manfred Gößl ein bestens bestelltes Haus. „Dafür sage ich: Danke, Peter!“, betonte Sasse.

Eine große Geste, für die sich Driessen in seinem Bericht mit beeindruckenden Erfolgen revanchierte. Driessen sagte, mit der BIHK-Kampagne „#wirtschaftwählt“ zur Landtagswahl habe man in den Sozialen Netzwerken an Reichweite und in der Politik an Ansehen gewonnen. Man werde diese Kommunikation mit einem Parlamentarischen Abend 2019 fortsetzen.

Nächster Erfolg: der Bayerische Integrationspakt. Bayerns Wirtschaftskammern, Staatsregierung und Arbeitsagentur wollten 60.000 Geflüchtete bis Herbst 2019 in ein Beschäftigungsverhältnis unterbringen. Was Kritiker für unmöglich hielten, hatte das Bündnis schon im Frühjahr 2018 erreicht.

Nun, erklärte Driessen, wolle man das Projekt zu einem Migrationspakt erweitern. Ziel sei, mehr Jugendliche und Firmenchefs mit Migrationshintergrund für die Ausbildung zu gewinnen. Dafür würden künftig IHK-Integrationsteam und IHK-Bildungsberater gemeinsam arbeiten. Der Bedarf sei unstrittig. In diesem Herbst seien in Bayern 30.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben.

Auch mit der Kampagne zur Fachkräftezuwanderung hat die IHK Akzente gesetzt. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Peter Kammerer berichtete, Ministerien und Politiker aller Parteien suchten das Gespräch mit der IHK. Er habe mit Eberhard Sasse in Berlin mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) über das geplante Gesetz gesprochen. „Darin werden Sie mit Sicherheit einige unserer Vorschläge wiederfinden“, sagte Kammerer dem Plenum zu.

Perfektes Timing verschönerte die Leistungsbilanz. Die Generalsanierung des IHK-Stammhauses war ein Großvorhaben, das Driessen während seiner ganzen Amtszeit beschäftigte und sein Nachfolger Gößl vollendete. Dass die Unternehmer am 5. Dezember nun die Bilder des Wiedereinzugs von IHK-Mitarbeitern sahen – so stellt man sich einen runden Abschied und Neustart vor. „Wir sind wieder zuhause“, stellte Driessen fest.

Allein die Arbeit der neuen Koalitionsregierung in Bayern machte Driessen an diesem Tag Sorgen. Er sieht Gesprächsbedarf bei den Themen 3. Startbahn, Brenner-Nordzulauf und HGÜ-Trassen.

Das Plenum stellte mit Grundsatzbeschlüssen die Weichen für die kommende IHK-Arbeit. Die Europapolitischen Positionen wurden ebenso abgesegnet wie die Gründung des neuen Aussschusses Unternehmensverantwortung. Es gibt zudem Änderungen bei den IHK-Beiträgen. Die Grundbeiträge für die 140.000 im Handelsregister eingetragenen Mitgliedsfirmen werden erhöht.