IHK-Immobilienausschuss

Berichte aus den Sitzungen des IHK-Immobilienausschusses

Der IHK-Ausschuss für Immobilienwirtschaft setzt sich aus hochrangigen Vertretern der oberbayerischen Immobilienwirtschaft zusammen. Schwerpunkt ist die Ausweitung des Angebotes an bezahlbarem Wohnraum und an Gewerbeflächen in Oberbayern. Die Expertise fließt zudem in Positionspapiere, Stellungnahmen, Politikgespräche, etc. ein.

Eckpunktepapier „Bauland mobilisieren“ verabschiedet‎

von links: Peter Kammerer, Andreas Eisele, Anette Knott, Tina Emslander, Bernd Wegener

Die Sitzung des IHK-Ausschusses Immobilienwirtschaft fand in den Geschäftsräumen der Versicherungskammer Bayern statt. Gastgeber, Herr Bernd Wegener, stellte sein Unternehmen vor.

Die neue Stellplatzsatzung der Stadt Garching sowie die Verabschiedung des Eckpunktepapiers „Bauland mobilisieren“ waren die Schwerpunkte der Sitzung des Ausschusses für Immobilienwirtschaft vom 14.01.2019. Stellplatzsatzungen gehören zu einem der umstrittensten Themen in Kommunen. In ihnen spiegeln sich Infrastrukturpolitik, Mobilitätsansätze und grundsätzliche Fragen des Wohnen, Arbeiten und Lebens wider.

Die stellv. Geschäftsbereichsleiterin Bauen und Umwelt, Fachbereichsleiterin Bauverwaltung der Stadt Garching Annette Knott erläuterte die Inhalte der seit November 2018 geltenden Stellplatzsatzung der Stadt Garching. Die Verknüpfung der Stellplatzanforderungen mit einem Mobilitätskonzept sowie die Berechnung der Stellplatzanzahl nach der Wohnfläche sind die wesentlichen Neuerungen. Die Änderungen des Mobilitätsverhaltens werden immer mehr spürbar – das hat Auswirkungen auf den Stellplatzbedarf bei Wohn- und Gewerbeprojekten. Die Notwendigkeit einer geänderten Verkehrspolitik wurde ebenfalls thematisiert. Andreas Eisele, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft, betont die Notwendigkeit unterschiedliche Mobilitätskonzepte zu diskutieren: „Kommunale Stellplatzanforderungen werden zunehmend zu Kostentreibern bei der Schaffung von Wohn- und Gewerberaum. Mit ihrer neuen Stellplatzsatzung reagiert die Stadt Garching auf die deutlich erkennbaren Änderungen im Mobilitätsverhalten. Wir werden die weitere Entwicklung mitverfolgen, damit man sich auch an anderen Orten an diesen Praxisbeispielen orientieren kann.“

Darüber hinaus wurde das Eckpunktepapier „Bauland mobilisieren“ verabschiedet. Im Kern unterstreicht es die Notwendigkeit zur Ausweitung des Angebots an Wohn- und Gewerberaum durch Mobilisierung von Bauland. Es enthält Ansätze zur Baulandmobilisierung. „Wir brauchen mehr Wohn- und Gewerberaum. Ohne ausreichend Flächen kann weder Wohn-, noch Gewerberaum entstehen. Mit unserem Eckpunktepapier möchten wir einen Beitrag zur Baulandmobilisierung leisten.“, so Eisele.

Eisele: „Bestehende Instrumente nutzen, Änderungen des BauGB vermeiden“‎

Im Fokus der Sitzung des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft vom 15.10.2018 stand die Baulandmobilisierung. Als Experten diskutierten Herr Peter Götz, Ehrenvorsitzender der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik und kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, President of the Advisory Council of the Global Parliamentarians on Habitat und Herr Peter Rixner, Mitherausgeber und Autor des Praxiskommentars BauGB/BauNVO, Fachanwalt für Verwaltungsrecht (Zirngibl Rechtsanwälte Partnerschaft MbB), mit den Teilnehmern.

Die Mobilisierung von Bauland ist der Schlüssel für mehr bezahlbaren Wohnraum. Derzeit werden in diesem Zusammenhang verschiedene Ansätze diskutiert. Im Rahmen des Großen Wohnungsgipfels der Bundesregierung vom 21. September 2018 beispielsweise wurde Anpassungen des BauGB in Aussicht gestellt. Schwerpunkt der Sitzung war die Analyse dieser Vorhaben sowie die Diskussion der Vor- und Nachteile bestehender Instrumente.

Andreas Eisele, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Immobilienwirtschaft, zum Sitzungsverlauf: „Es freut mich sehr, dass wir Herrn Götz und Herrn Rixner als Referenten für unsere Ausschusssitzung gewinnen konnten. Beide beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Mobilisierung von Bauland. Aufgrund dieses reichen Erfahrungsschatzes können wir aus der Sitzung wertvolle Impulse und Anregungen mitnehmen, die wir für unsere weitere Ausschussarbeit nutzen werden.“