IHK Bergbahnreport

Oberbayerische Bergbahnen hoffen auf eine gute Sommersaison

Die oberbayerischen Bergbahnen haben für die kommende Sommersaison eine hohe Erwartungshaltung. 18 % rechnen mit einer besseren und 82 % mit einer unveränderten Geschäftsentwicklung als im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 27 % der Betriebe erwarten sich eine zunehmende und knapp drei Viertel eine unveränderte Umsatzentwicklung.

Die Branche ist nach wie vor bereit, in einem hohen Maße zu investieren. Ein Drittel
meldet höhere und 59 % ähnliche Investitionen wie im Vorjahr. Nur 8 % planen
geringere Ausgaben ein. 36 % (Vorjahr: 9 %) der Unternehmen wollen mehr Personal
einstellen. Eine Mehrheit von 55 % geht jedoch von einem unverändertem Mitarbeiterstamm
aus. Nur 27 % (Vorjahr: 55 %) wollen die Fahrpreise in der kommenden
Sommersaison erhöhen. Knapp drei Viertel, nämlich 73 %, lassen ihr Preisniveau
unverändert.

Aktuelle Herausforderungen für die Bergbahnbranche

8 % (Vorjahr: 18 %) der Berichtenden halten das Thema Klimawandel für sehr bedeutsam, zumal sich die Bergbahnbranche bereits mit Alternativkonzepten gut darauf vorbereitet. Über 42 % bewertet die Entwicklung als bedeutsam; 33 % als neutral und 17 % als unbedeutend. Die überwiegende Mehrheit von 69 % hält die behördliche Betriebsgenehmigung für sehr wichtig bzw. bedeutsam. Fakt ist, dass fast alle oberbayerischen Bergbahnen einen sehr guten Kontakt zu den Behörden vor Ort, zu der Regierung von Oberbayern und zum neu geschaffenen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr unterhalten (vordem lag die Zuständigkeit für Seilbahnen im Staatministerium des Inneren). Dies ist ein großer Vorteil für die kleine, exklusive Unternehmensbranche, die eine hohe Wertschöpfung vor Ort erwirtschaftet. Klagen über Bürokratie o. ä. wurden auch diesmal nicht geäußert.

42 % der Berichtenden bewerten umweltpolitische Auflagen als sehr bedeutsam und 25 % als bedeutsam, zumal diese den betrieblichen Ablauf erheblich behindern können. 33 % der Seilbahnen sehen zusätzliche Auflagen zur technischen Sicherheit als sehr bedeutsam und wiederum 42 % als bedeutsam an, zumal diese einerseits zur Sicherheit beitragen und andererseits die betrieblichen Kosten erhöhen. Die Konkurrenz in den angrenzenden Alpenländern sehen 33 % der Befragten als sehr bedeutsam und 16 % als bedeutsam an, an der man sich stets messen müsse. 42 % dagegen sehen dem Wettbewerb gelassen entgegen und bewerten diese Thematik als neutral.

Zum Bergbahnreport