Die virtuelle Ideenwerkstatt

Die Corona-Krise hat den Anpfiff zur zweiten Halbzeit unseres Zukunftsdialogs Oberbayern 2030+ beeinflusst: Blickkontakte per Webcam statt von Angesicht zu Angesicht bestimmten das Miteinander in unserer virtuellen Ideenwerkstatt Mitte Mai. Dem kreativen und engagierten Austausch darüber, wie es am Wirtschaftsstandort Oberbayern in einigen Jahren aussehen und was unseren vier fiktiven Charakteren Emma, Ludwig, Marianne und Max dann wichtig sein wird, tat das keinen Abbruch.

Mobilität in der Zukunft - umweltbewusst und vernetzt

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© TATIN Brainstorming per Videokonferenz

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es beim Treffen via Internet um das wichtige Zukunftsthema Mobilität. Sie diskutierten, auf welche unterschiedlichen Verkehrsmittel die Menschen in den Jahren 2030+ angewiesen sein werden und welcher technischen Voraussetzungen es dafür bedarf. Flugtaxis, Stadt-Seilbahnen, Wasserstoffzüge, mehr E-Bikes und solarbetriebene Fahrzeuge waren nur einige Ideen.

Die Corona-Krise hat uns beispielhaft gezeigt, wie schnell ein unvorhersehbares Ereignis das wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Leben einbremsen kann. Neben der Betrachtung der Auswirkungen der Pandemie wurde diese Art von Ereignissen als sogenannte Wild Card ausgespielt. Was passiert beispielsweise, wenn sich Europa abschottet und gegen die Globalisierung stellt? Welche Folgen hätte das für die Mobilität der Menschen oder Innovationstransfer bei Transport- und Fortbewegungsmitteln?

Während des Workshops machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unter ihnen Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie SchülerInnen und Studierende, deutlich, wie sehr Mobilität von privaten, beruflichen und sozialen Bedürfnissen abhängt. Hinsichtlich des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur und möglicher Arten der Fortbewegung werden wir hier definitiv neue Wege gehen müssen.

Während unseres Dialogprozesses wollen wir in den kommenden Etappen mit weiteren Mitstreitern aus ganz Oberbayern Handlungsfelder definieren und Ideen für mögliche Leuchtturmprojekte entwickeln. Veränderungen und Konsequenzen, die sich aus der Corona-Krise langfristig für den Wirtschaftsstandort Oberbayern ergeben, werden wir in künftige Brainstormings mit einbeziehen. Fest steht: den Blick auf die wirtschaftliche Zukunft Oberbayerns zu richten, ohne die „lessons learned“ aus der aktuellen Situation einfließen zu lassen, ist schlichtweg unmöglich. Da unser Dialog als agiles, iteratives Projekt funktioniert, können wir nicht nur die Methodik sondern auch die inhaltlichen Fragestellungen und Themenschwerpunkte jederzeit anpassen. Es bleibt also spannend!